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Der Einfluss von Wahlsystemen auf Politikinhalte. Electoral
Threat in der Rentenpolitik
von: Isabelle Schulze
2007, 265 S., brosch., 49, EURO, ISBN 978-3-8329-2877-3
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Zum Inhalt: Politiker nehmen keine Rentenkürzungen
vor, weil sie Angst haben, abgewählt zu werden. Im Kontext
der demographischen Alterung der Wählerschaft ist diese These
in der Wohlfahrtsstaatsforschung weit verbreitet. Obwohl der Einfluss
von Wahlen auf die Rentenpolitik in der Literatur weithin akzeptiert
wird, ist die kausale Verbindung unklar und wurde bisher nicht an
konkreten Wahldaten überprüft. Das vorliegende Buch prüft
systematisch anhand von qualitativen Fallstudien, kombiniert mit
kontrafaktischen Experimenten, ob Regierungen durch geschicktes
Reformdesign die Möglichkeit haben, bestimmte Wählergruppen
zu begünstigen und andere zu benachteiligen, um das Stimmverhalten
zu ihren Gunsten zu beeinflussen. Wahlsimulationen auf Wahlkreisebene
kontrollieren, ob die Betroffenen einer Reform rein rechnerisch
in der Lage gewesen wären, die Regierung abzuwählen. Die
Länderkapitel zur Rentengesetzgebung in Luxemburg, Großbritannien,
Deutschland und Österreich zwischen 1984 und 2003 bieten aufgrund
ihrer Detailliertheit und Präzision dem Fachpublikum eine Informationsbasis
über die inkrementellen Veränderungen der Rentenpolitik
in den letzten 25 Jahren.
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